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Datenschutz als Marketinginstrument

Freitag, 26. August 2011

Es ist erschreckend, wie wenig Firmen den Datenschutz als Marketinginstrument nutzen! Sucht man auf den Webseiten der Firmen nach Informationen über den Datenschutz findet man, überwiegend etwas versteckt, nichtssagende Aussagen wie

„Wir nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst und halten uns strikt an die Regeln der Datenschutzgesetze. Personenbezogene Daten werden auf dieser Webseite nur im technisch notwendigen Umfang erhoben. In keinem Fall werden die erhobenen Daten verkauft oder aus anderen Gründen an Dritte weitergegeben.“

Häufig gefolgt von Aussagen über Cookies etc. Sucht man bei Google nach der Kombination der Begriffe „Datenschutz nehmen sehr ernst“, so werden einem über 4,6 Millionen Ergebnisse präsentiert.

Schaut man sich dann einige dieser Webseiten oder der Firmen genauer an, so findet man normalerweise weder Angaben über einen Datenschutzbeauftragten noch über ein Verfahrensverzeichnis etc. Insbesondere Firmen, bei denen eine offensive Kommunikation Marktvorteile generieren würden, gegenüber Kunden oder Bewerbern, haben diese Chancen weitestgehend nicht erkannt. Nachfragen per E-Mail führen regelmäßig zu Techniken des „Erledigens durch Ignoranz“.

Auch in der physischen Welt erlebt man als Kunde vor allem Absurditäten: Ein Beispiel ist die inzwischen fast allgegenwärtige Videoüberwachung: Nahezu jeder Kunde fühlt sich durch die Kameras irgendwie beeinträchtigt und unwohl, aber wir haben diese Kameras „irgendwie“ vielfach akzeptiert. Es gibt ja auch gute Gründe, in denen der Einsatz der Videoüberwachung legal und legitim ist. Viele Firmen versuchen jedoch, diese Techniken unauffällig und verdeckt einzusetzen, „Dome-Kameras“ nehmen rasant zu. Dass dies in öffentlichen Bereich illegal ist, steht außer Frage. Aber warum arbeiten Firmen nicht offensiv, sondern verstoßen gegen Gesetze. Warum sagen Unternehmen nicht klar und gut sichtbar am Eingang, dass Sie eine Videoüberwachung durchführen, schreiben, warum sie das tun und schreiben, was sie mit den Bilden und Daten machen. Das Vertrauensverhältnis gegenüber dem Kunden wäre gestärkt!

Stattdessen erhält man auf Nachfrage Informationen der Art „Ich darf Ihnen nicht sagen, was wir mit der Videoüberwachung machen, das unterliegt dem Datenschutz.“ Absurd und ein Gesetzesverstoß. Wenige Firmen haben diese Problematik erkannt und agieren proaktiv: Ein deutlicher Hinweis am Eingang, klar erkennbare Kameras, auf Nachfrage freundliche Auskünfte, dass man nur live überwache und nicht aufzeichnet etc. – aber diese Geschäfte bilden die Ausnahme.

Machen Sie als Unternehmerin oder Unternehmer mehr aus de Thema Datenschutz! Gehen Sie offensiv mit dem Thema um, informieren Sie sich über Ihre Pflichten und kommunizieren Sie Ihre Handlungen nach außen: Sie setzen sich dadurch positiv von der Konkurrenz ab und schaffen sich so Marktvorteile. Sprechen Sie mich an! Wir finden gemeinsam innovative Lösungen, mit denen Sie

  • Ihr Unternehmen positiv präsentieren,
  • dem Datenschutz gerecht werden,
  • die Schutzbedürfnisse Ihres Unternehmens beachten.